An einem Winterabende ritt Claude Ratinel den Weg von Chateau⸗Thierry nach ſeiner Wohnung. Er trieb ſein Pferd an wie Jemand, der Eile hat; nicht, daß er etwa noch einen weiten Weg gehabt hätte, allein der Wind war rauh und er ſehnte ſich danach, ſich am Kaminfeuer in der Meierei von Lagoneterie, die er von den ehrwürdigen Vätern von Valſecret zur Pacht hatte, niederzuſetzen und behaglich auszuruhen. Ueberdies wußte er, daß es nicht gut ſei, ſich zur Nachtzeit außerm Hauſe zu befinden; denn der unglückliche Krieg, welcher Frankreich in die Parteien von Burgund und Armagnac geſpalten hielt, führte unter andern Uebeln auch das herbei, daß ſich das liederliche Ge⸗ ſindel auf den Straßen ſehr vermehrt hatte und einzelne Häuſer häufig räuberiſch anfiel. Ueberdies brachte der Päch⸗ ter das Geld für das Getreide, welches er auf dem Markte von Oulchi le Chateau verkauft hatte, mit und eine Geld⸗ katze um den Leib zu haben, war auch gerade kein Schild gegen raubſüchtiges Geſindel.— Obwol er im Trabe da⸗ hin ritt, hatte er doch Muße genug, ſeine Einnahmen und die Verwendung derſelben im Kopf zu überſchlagen. Was er von ſeinem Hühnerhofe gelöſt hatte, war beinahe genug, um die Pacht zu bezahlen; der Verkauf der Wolle von ſeiner Heerde deckte recht gut die Koſten, welche er auf die Verbeſſerung ſeines Gütchens gewandt hatte; der Erlös für
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