Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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einmal taucht ſie aus den grauen Wogen auf, lächelt uns ſchmerzlich an und verſinkt dann auf ewig wieder.

Als ich den Blick auf meine Begleiter zurückwandte,

hielten ſie einander in innigſter Umarmung umfaßt.

Endlich fuhr Schepphäuſer auf.Es iſt nun gut, Bruder, und Alles vorbei, vergeſſen und vergeben. Laß uns denn weiter ins Teufels Namen!

Wir gingen. Den ganzen Tag über bot unſere Wan⸗ derung nichts Merkwürdiges dar. Am nächſten Morgen führte ich die beiden ſeltſamen Abenteurer an den Rand der ſchroffen Felswand, von der ich ſie, um dem Leſer die obigen Blätter ihrer Tagebücher mittheilen zu können, be kanntlich hinabſtürzte. Ich habe, was der Wind nicht entführte, geſammelt und der Leſewelt übergeben. Möge ſie nicht unzufrieden deshalb ſein.

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Post Scriptum. Das Manuſcript der obigen Mithei⸗ lungen hatte ich, bevor es in die Druckerei wanderte, meh⸗ ren Freunden gegeben. Unvermuthet erhielt ich, nachdem ich es ſchon nach Leipzig abgeſandt, folgenden Brief, von einem Wohlbekannten, aber Ungenannten, den ich der Zeitung für die elegante Welt ſogleich mittheile, damit ich einer Criminalunterſuchung entgehe.

Geehrter Herr!

Durch Zufall bin ich mit der Arbeit bekannt geworden, die ſie aus den Papieren Ihrer beiden Begleiter auf der Reiſe durch's Rieſengebirge zuſammengeſtellt haben. Ich danke Ihnen für die einkleidende Wendung, die Sie dem traurigen Schickſal der unglücklichen, aber trefflichen Freunde,

gegeben haben. Sie ſtanden mir ſehr nahe! Zur ſchär⸗