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häuſer wollte es gut machen und begann:„Du haſt recht, Herzbruder, vollkommen recht; ich aber auch. Denn ich ſagte dies bei Gott nicht, um Dich mit Deiner Be⸗ 4 hauptung, die einem Schlegel und Leſſing Ehre machen würde, auf den Sand zu ſetzen, ſondern vielmehr um ſie zu beſtätigen. Denn iſt der Humor etwa nicht eine von den Proteusgeſtalten der Poeſie? Schon Homer hatte Hu⸗ mor, und ſein Therſites iſt mir faſt lieber als ſein Achill, auch Sophokles hat in der Antigone geſcherzt, warum alſo nicht die ſlaviſchen Urbewohner dieſer Sudetenmauer? Glaubſt Du, ich halte den Kerl für ſchlechter, der die Schlingel⸗— baude getauft hat, als den, der bei der Wieſenbaude Ge⸗
vatter ſtand? Ich gebe mich auch für einen Poeten aus und ſchicke jede Oſtern meinen Wechſel auf Unſterblichkeit ſo gut auf die Leipziger Meſſe, als andere Literatoren; die 84 Donna, Deine ſchöne, holdlächelnde Nachbarin weiß es ja ſo gut, wie Du. Denkſt Du aber, ich würde ein Gebirg ſo durchweg pompös taufen, wie ein Artllleriſt ſeine Toch⸗ ter, die er Bombardine Granate Kaſematte benannte? Wenn ich ein Weltumſegler wäre und irgendwo eine ro⸗ mantiſche Gegend neu entdeckte, z. E. das Mondgebirge in Afrika, ſo müßte mir das Namenregiſter ausſehen wie ein Shakſpearſches Trauerſpiel, wo Ihr auf einer Seite vor Lachen weint, auf der andern unter Thränen ingrimmig 4
lacht. Des Geiers will ich ſein, wenn ich nicht neben das Finſteraarhorn einen Prudelberg ſetze, neben den brauſen⸗ den Fällen an der Teufelsbrücke eine Piſſevache herabſtüär-a zen, in den Niagara ein Seifwaſſer einfallen laſe. Ich wollte mich in der Wolkenburg einniſten, oder auf dem Drachenfels hauſen, aber wenn ich eine Braut hätte, ſie müßte mir in der Katze oder Maus gegenüber wohnen,


