Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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ſehnliche Summen aufgenommen und dagegen Stocks zum Unterpfande gegeben, die ſeiner Nichte Eveline gehörten und ihm nur ad depositum gegeben waren, da nach dem letzten Willen ihres Vaters er zwar der Vormund ſein, aber in der Anlage des Vermögens nichts verändern ſollte, ohne noch zwei andere bewährte redliche Männer aus New⸗ Caſtle zu Rathe zu ziehen, was er aber bei dieſer Opera⸗ tion wohlweislich unterlaſſen hatte. Obwol er daher nur ganz insgeheim durch nahe Handelsfreunde operirt hatte, ſo war er doch beſorgt, ſeine Lage möchte bekannt geworden ſein, und täglich lebte er in der Angſt, ſeinen Credit ge⸗ kündigt zu ſehen. Geſchah aber das, ſo war ſein Falliſſe⸗ ment unvermeidlich. Wie Jedem, der ein böſes Gewiſſen hat, war dieſem bei der Ankunft der Fremden ſogleich ängſt⸗ lich zu Muthe geworden. Denn was konnten ſie wollen? Greenhill war ein ganz hübſcher Aufenthalt, aber kein Ort, wo ein Fremder über ein paar Stunden der Befrie⸗ digung ſeiner Neugier hätte widmen können. Die Fabrik, die allerdings ein Palaſt ſein konnte, beſahen die Fremden nicht; Maler waren ſie auch nicht, die etwa die Gegend gezeichnet hätten. Kurz, ſie mußten irgend einen geheimen Zweck haben und welcher andere konnte das ſein, als der, ſich über Sir Atwood's Lage zu unterrichten? Wie ein Blitz war ihm dieſer Gedanke aufgeſchoſſen und er ſuchte mit argwöhniſchem Scharfſinn faſt alle Umſtände hervor, die ihm Wahrſcheinlichkeit gaben. Die Fremden hatten den Poſtbo⸗ ten anſehnlich beſchenkt; dies konnte eine Beſtechung ſein, um zu erfahren, von welchem Orte Briefe an Sir Atwood eingingen und wohin er deren verſendete. So wollte man hinter ſeine Verbindungen zu kommen ſuchen. Die Unbe⸗ kannten hatten ferner zweimal ihren Bedienten zu Pferde nach New⸗Caſtle geſchickt und nach ſeiner Rückkunft lange

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