Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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* über die natürlichſten Dinge zu unterhalten glaubt. Ihr vergebt es wol einem Fremden, daß er Euch an einen ge⸗ wiß traurigen Verluſt mahnte. Euer Weſen, Eure Abſon⸗ derung von der übrigen Geſellſchaft erregten jedoch in uns eine Theilnahme, die in der That mehr als müßige Neu⸗ gier war. Wäre es Euch gefäͤllig, Sir, uns durch Eure Geſellſchaft beim Abendeſſen zu erfreuen?“—„Ich danke Euch in doppeltem Sinne, Sir,“ erwiderte Skey,„für

Euer freundliches Erbieten und indem ich es zugleich

ausſchlage. Mein Alter hat ſich an frühe Nuhe und an Mäßigkeit, beſonders des Abends, gewöhnt. Es wird Zeit ſein, daß ich nach Hauſe aufbreche.“—„Aber ein Glas Punſch, oder Portwein?“—„Noch weniger, Sir. Ich danke Euch nochmals, und wünſche Euch von Herzen einen frohen Abend und eine gute Nacht.“— Bei dieſen Worten ſtand er auf und ging. Dabei ſtreifte er an Bloom vorbei, der unfern von dem Tiſch auf einem Stuhl in der Ecke ſaß und eingeſchlafen war. Dieſer ſprang, im Schlaf erſchreckend, raſch auf, grüßte unſern würdigen Freund verlegen und öffnete ihm die Thür.— Die Fremden ſetzten ſich wieder und ſprachen während des Abendeſſens, das ihnen aufgetragen wurde, ſo leiſe mit einander, daß ich dem Leſer von ihrer Unterhaltung nichts mitzutheilen im Stande bin. Vielleicht aber lauſchte ihnen Bloom etwas ab, denn er beſchnupperte ſie, wie ein Hund einen gefüllten Ranzen und machte ſich bald mit dieſer, bald mit jener Kleinigkeit in ihrer Nähe etwas zu thun. Denn er war nicht allein ſelbſt neugierig, ſondern wußte auch, daß er den andern Beſuchern des Hauſes keinen beſſern Dienſt leiſten konnte, als wenn er ihnen über die Verhältniſſe und Abſichten der beiden geheimnißvollen Frem⸗ den etwas mitzutheilen hätte. Aber— er hatte nichts.