Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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Mein Gärtner hat zu viel zu thun und ſeine Gehülfen ſind ungeſchickte Eſel. Jetzt iſt die Obſtzeit und ich laſſe hinten im Park eine neue Partie anlegen, darüber wird mir die ganze Blumenflur hier vorn verſäumt. Hätteſt Du wol ſo viel Zeit übrig, Dich ein wenig darum zu be⸗ kümmern? Es ſollte Dein Schaden nicht ſein.“—„Ei, Sir, mit Vergnügen; wer verdient nicht gern ein paar Schil⸗ linge?“— Bei dieſen Worten war Bloom mit ſeinen lan⸗ gen Beinen ſchon quer über die Straße geſchritten und ſtand dicht am Gitter. Sir Atwood öffnete eine kleine Pforte mit einem Schlüſſel und der Blumendoctor trat ein, ohne den Umweg durch das Haus und große Gartenthor ma⸗ chen zu dürfen.„Ei, Sir, Ihre Nelken ſind ſchlecht gehalten,“ ſprach Bloom, nachdem er einen Blick über das Beet gewor⸗ fen hatte.„Was ſind das für Schmarotzer da unten! Und wie viel Unkraut dazwiſchen! Und wie nachläſſig angebunden, daß die ſchönſten Knospen durch ihre eigene Schwere abbre⸗ chen! Indeß ich will bald Alles in Ordnung haben.“ Wäh⸗ rend er noch ſprach, machte er ſich ſchon dabei, um auszu⸗ gäten, abzurupfen, aufzurichten, zu binden u. ſ. w. Sir Atwood ſah ihm, die Pfeife rauchend, ſo wohlgefällig zu, als es bei dem trüben Wetter ſeines Angeſichts möglich war. Es entſpann ſich zwiſchen Beiden folgendes Geſpräch.

Sir Atwood. Sage mir Freund, was biſt Du eigent⸗ lich Deines Handwerks? Mir däucht, Du ſollteſt mehr als Hausknecht ſein. Gleich am erſten Tage, als Du ankamſt, ich habe es wol geſehen, halfſt Du dem Glaſer die von dem großen Hagelwetter zerſchlagenen Scheiben einſetzen, als wenn Du ein ſtudirter Glaſer wärſt. Dann haſt Du den zierlichen Taubenſchlag da drüben gebaut, ſodaß Du ein Patent als Tiſchler⸗ und Zimmermeiſter löſen könnteſt. Hier verſtehſt Du mehr als mein Gärtner und doch ver⸗