Teil eines Werkes 
15. Band = Neue Folge, 3. Band, Erzählungen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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30 Mond bald aufgeht, hoffe ich, ſie werden auch ohne mich glücklich daſelbſt anlangen.

Wir aber gehen ins Dorf hinunter. Es heißt denn meine Leſer ſind längſt verdrießlich, daß ich ihnen noch nicht Gelegenheit gegeben habe zu unterſuchen, ob es auch auf ihrer Karte von England ſteht Greenhill. Gleich vorn wohnt unſer alter Freund James Skey, in einem kleinen, ärmlichen, aber doch freundlichen Häuschen, das die künſtliche Felſeninſel in dem grünen Baſſin eines Gärtchens bildet, deſſen Frucht⸗, Gemüſe⸗, Kraut⸗, Buſch⸗ und Blumenpartieen ſich ringsumher ſchlängeln. Eine große Linde vor der Thüre ſpielt die Rolle der Hausmutter für die übrigen Gewächſe, denen ſie ſämmtlich, wie die Sonne hinter ihr herumrückt nach und nach ihren kühlen Schatten überwirft. Außerdem hauchen ihre blühenden Zweige ſüßen Duft aus und locken die ſummende Bienen⸗ ſchar an, deren Burg von drei Stockwerken unfern davon ſeitwärts am Häuschen aufgeſchlagen iſt. Zugleich iſt die Linde eine alte Hauschronik. Denn ſchon als Knabe hatte James ſeinen und ſeines Bruders John Namen darin einge⸗ ſchnitten, ſpäterhin den ſeiner Molly, nebſt ihrem Hochzeittage, das Datum der Flucht des Bruders, die Geburt Williams (alle drei Facta nachträglich, denn damals wohnte James noch in New⸗Caſtle), die Geburt Jenny's, Molly's Tod. Kurz Alles, was ihn in ſeinem Leben Nauhes und Mildes getroffen hatte, war auf dem Stamm des Baumes einge⸗ zeichnet und wuchs und verwuchs mit ihm, ſodaß ſich Ja⸗ mes freuen konnte, wenn die Wunden der Rinde vernarb⸗ ten, weil mit ihnen zugleich die ſeines Herzens heilten und verwuchſen. Von den Freuden ſeines Lebens bedeuteten da⸗ gegen die Merkzeichen im Baum vor der Thür nur die Saatzeit oder den erſten Durchbruch der Keime, die nach⸗