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furchtbarem Getümmel der Andringenden. Man ſah nicht mehr, wer gefallen war, oder wer ſtand. Alles ſtürzte im Dunkel der Pforte und des Dampfes wogend und drän⸗ gend über einander hin.— Nur das Eine war gewiß, die Freiheit hatte geſiegt, das letzte Bollwerk der Gegner war erſtürmt!
Victor, den eine Kugel der erſten Salve in die Schulter getroffen und niedergeſtürzt hatte, raffte ſich jetzt wieder em⸗ por. Seine Blicke ſuchten Adolph, ſuchten den Oberſten. Er ſah Beide nicht. Eine düſtere Ahnung faßte ſeine Seele, er drängte ſich vor in den Palaſt hinein.
Da wurde eine Bahn von innen heraus durch das Gedränge gemacht; man trug einen ſchwer Verwundeten oder Todten heraus. Es war Clermont! Adolph half ihn fragen; das Haupt des edeln, bleich dabingeſtraikten Führers ruhte an ſeiner Bruſt.
„Um Gottes willen,“ rief Victor,„iſt er todt?“
„Wenigſtens hat die Kugel ſeine tapfere Bruſt durch⸗ bohrt,“ ſprach Adolph und Thränen rollten ihm über das blaſſe Antlitz.—„Vielleicht überlebt er den Sieg nur um wenige Minuten!— Vielleicht erfährt er ihn erſt jenſeits!“
„Das verhüte ein gnädiger Gott!“ rief Victor ſchmerz⸗ lich aus.
Die treuen Kampfgenoſſen trugen den bewußtloſen Füh⸗ rer aus dem Getümmel.
„Wohin nun weiter?“ fragte einer der Tragenden, als man die Straße St. Honore erreicht hatte.„Sollen wir hier in das nächſte Haus?“ 3
„Laß ihn zu uns bringen, Bruder,“ rief Victor,„viel⸗ leicht iſt er durch ſorgſame Pflege zu retten. Wo finden wir dieſe beſſer und treuer, als bei uns? Und rafft ihn


