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großen Fechter für die heilige Sache der Freiheit entgegen. Er reichte ihm die Hand dar; Conſtant ergriff ſie mit Wohlwollen und blickte den Oberſten mit einer Miſchung des Erſtaunens und der Ehrfurcht, die ſein hohes Weſen gebot, an.
„Sie haben,“ ſprach dieſer,„funfzehn Jahre für Frank⸗ reichs Freiheit gefochten, ich jetzt kaum funfzehn Stunden. Dennoch faſſe ich mit Zutrauen Ihre Hand; denn ich glaube, mein Herz ſchlägt ſo warm für die Freiheit, als das Ihrige, wenn gleich ſie mächtigere Waffen zu ihrer Vertheidigung führen, als ich.“
„Es iſt die Zeit, wo Biedermänner ſich die Hand reichen müſſen,“ entgegnete der berühmte Redner mit bewegtem Ton der Stimme.„Möge der Himmel Ihre Waffen ſeg⸗ nen, wie er die meinigen, denke ich, ſeit funfzehn Jahren geſegnet hat; dann werden wir uns vielleicht in wenigen Tagen in der erfüllten Freude des heiligſten Sieges umar⸗ men, wie wir es jetzt in der Hoffnung darauf thun.“
Edle Seelen erkennen ſich im erſten Augenblick; denn ihre leiſeſte Berührung gibt, wie die zweier edler Metalle, einen reinen Wohlklang.
Beide Männer umarmten einander in ſtummer Rührung und ſchieden, ohne weiter ein Wort zu ſprechen.
Eine Stunde war verfloſſen. Da ſah man die Deputir⸗ ten, welche mit dem Herzoge von Raguſa unterhandelt hat⸗ ten, zurückkehren. Es verbreitete ſich das Gerücht, daß ihre Schritte vergeblich geweſen ſeien.
„Wohl uns!“ rief Clermont,„ich denke, die unſerigen werden es nicht ſein.“
Da, der Oberſt mit allen Theilen der Stadt Verbin⸗ dung unterhielt und eine eigne Anzahl gewandter Leute ausgeſllcht hatte, um ihm ſchnell und häufig über den Zu⸗


