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in dieſer Stellung offenbar erleichtert; ſie ſchien Kräfte zu ſammeln. Nach einigen Minuten ſprach ſie:„Vater, Marie— ich kenne Euch alle!“
Eine tiefe Stille herrſchte in dem Gemach; jeder feſſelte die Ausbrüche des Schmerzes in der heiligen Minute des letzten Abſchieds..
Mit ſeligem Lächeln blickte Louiſon noch einmal rings umher; ſie ſchlug das ſchöne Auge groß auf, blickte den Vater an und hauchte:
„Ihr müßt mich neben ihm begraben.“
Dann athmete ſie tief auf, das Augenlid ſank müde herab— ſie lächelte— verſchied.
Rings herrſchte heilige Stille des Morgens; der Him⸗ mel warf einen leiſen Purpurſchimmer in das Gemach; — die Zurückgebliebenen hielten einander in ſtummer Umarmung.
Da ertönte plötzlich der fürchterliche Klang der Sturm⸗ glocke, die den dröhnenden Ruf zum Kampf aus hohen Lüften herab erſchallen ließ. Von der ſtillen Friedensſtätte der Entſchlummerten riß die gewaltige Hand des Geſchicks die Trauernden wieder mitten hinein in die brandenden Wo gen des Lebens!
Dierunddreissigstes Capitel.
Mit dem Schlag der vierten Stunde ſaß Clermont wieder zu Pferde. Adolph und Victor waren ihm ſchon vorausgeeilt und harrten ſeiner an der Barricade in der Straße St. Honore. Hier waren alle die Befehlshaber zu⸗


