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war, da Alles eine ſo völlig verſchiedene Wendung nahm
von der, die er hoffte, fühlte wohl, daß der Verſuch, ge⸗ ſellige Heiterkeit zurückzuführen, vergeblich und unzeitig ſein würde. Um jedoch eine Ausgleichung wenigſtens ſcheinbar vorzubereiten, ſprach er:„Es iſt immer viel gewonnen, wenn Männer von Ehre, bei ganz verſchiedenen Geſinnun⸗ gen ſich gegenſeitige Achtung nicht verſagen können. Der Hauptgrund Ihrer Meinungsverſchiedenheit liegt wol in Ihrer verſchiedenen Stellung. Wären auch Sie ein Bür⸗ ger Frankreichs, lieber Lormeuil, ſo würden Sie vielleicht anders denken.“
„Vielleicht! So aber iſt es unmöglich. Was bin ich, wenn ich dem Könige nicht unbedingt getreu bin? Uns hat er ſeine Perſon anvertraut. Ich will nicht unterſuchen, ob Frankreichs gährende Elemente es nothwendig machten, eine neutrale Kraft um den Thron zu verſammeln, die im zwei⸗ felhaften Falle den Ausſchlag geben könnte. Es iſt aber einmal ſo. Der Schweizer hat viele überflüſſige Kräfte in ſeinem von der Natur vertheidigten Vaterlande. Der Mann ſucht Beſchäftigung, ſucht Gefahr. Tapferkeit erbten wir von unſern Vätern her; darum ziehen wir aus und ſchlie⸗ ßen uns bald Dieſem, bald Jenem an. Dem Könige von Frankreich verſprachen wir Treue; die Geſchichte hat die Feſtigkeit unſeres Wortes, die Unverbrüchlichkeit unſerer An⸗ hänglichkeit berühmt gemacht. Kein Schweizer hat ſeinen
Eid gebrochen, hat Den verlaſſen, dem er Dienſte gelobt.
Wir haben auf Italiens Schlachtfeldern die ſchwerſten Prü⸗ fungen beſtanden; Schweizer gegen Schweizer fochten wir, Bruder gegen Bruder, dennoch mit gleicher, alter Tapfer⸗ keit. Und nie hat es uns in unſerem Vaterlande zum Schimpf gereicht, daß wir, das Leben nichts achtend, an die Ehre, an die Treue Alles ſetzten und auch mit blutendem Her⸗
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