Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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Herr von Lormeuil und ich, wir haben nur bisweilen un⸗ ſeren Scherz mit einander, weil er die Wiederwahl der Zweihunderteinundzwanzig nicht glaubt, ich aber ſie pro⸗ phezeit habe.“

Der Hauptmann mochte nicht gewohnt ſein, Herrn von Deſormery in dieſem verſöhnlichen Tone über politiſche Ge⸗ genſtände ſprechen zu hören; es war ihm daher angenehm, deſſen Geſinnung ein wenig beugſamer zu finden, als er erwartete. Um ſo leichter verſöhnte er ſich in Gedanken mit Adolph, zumal da überdies jeder Schritt, der die Spal⸗ tung zwiſchen ihm und Deſormery erweitern konnte, ihm in Hinſicht auf ſein Verhältniß zu Louiſon mehr als unange⸗ nehm war. Als der Aeltere von Beiden ſuchte er daher einzulenken.„Vielleicht wäre ich der Anſichten Ihres Gaſtes, wenn ich ein geborner Franzoſe wäre. Unſere Stellung übt aber einen mächtigen Einfluß auf unſere ganze Denkungs⸗ art; denn Jeder empfindet zunächſt die Verhältniſſe als be⸗ quem, wohlthätig, ſegensreich, in ſo fern ſie zu ſeiner be⸗ ſondern Lage ſich ſchicken. Der Irrthum muß ſehr augen⸗ ſcheinlich ſein, wenn er in der Erkenntniß eines Jeden vor⸗ walten ſo Ein Krieg z. B. mag noch ſo unbegründet ſein,

ſo würde doch ſchwerlich ein Landmann, deſſen Felder er verwüſtet, deſſen Gehöft er plündert, von dem Wunſche des Friedens abzubringen ſein.“ 1—

„Im Fall Sie, Herr Hauptmann 5 entgegnete Adolph noch immer warm und gereizt,„die Frage, welche wir vor⸗ hin berührten, nicht im Namen Frankreichs, ſondern im Namen der Schweizergarde des Königs beantworten wollten ſo gebe ich Ihnen zu, daß Sie die Wiederwahl der zwei

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wird ſchwer halten, daß ein junger Offizier ſich darüber betrübe;;z auf der andern Seite möchte derſelbe der politiſchen Exiſtenz, der Volksehre unumgänglich nöthig ſein,