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iſt die Macht Frankreichs!“ Der Kaiſer war es, der kleine, unſcheinbare Mann, im grauen Ueberrock, der nachläſſig auf dem arabiſchen Pferde ſaß, deſſen Adlerblick aber wie ein zündender Blitzſtrahl durch die Legionen drang und den Muth ihrer Bruſt begeiſternd entflammte. Glaubt mir, meine Kinder, hätte man damals, ſo nöthig dem Vater⸗ lande tapfre Arme waren, ſechs ſolcher Heere auf der einen Seite in die Wage des Kriegsglücks legen können, auf der andern aber den Kaiſer, Frankreichs Söhne würden jauch⸗ zend gerufen haben, nehmt Eure Heere, aber gebt uns un⸗ ſern Kaiſer! Denn ſein Gedanke war einer Welt in Waffen gleich zu achten!“
„Und doch muß Frankreich ſich jetzt glücklicher nennen,“ ſprach Adolph mit beſcheidenem Ton, aber mit dem Aus⸗ druck der feſten Ueberzeugung.
„Ich gebe es zu; er aber legte den Grund, auf dem allein Frankreichs Glück gedeihen konnte. Unter ſeinen Königen war es entartet, verſunken in Schmach und Schande. Das Verbrechen galt für Ruhm, die Tugend war zur verſpottenden Thörin herabgewürdigt. Da kehrte plötzlich das urſprüngliche Bewußtſein dem Menſchen zurück; er richtete ſich auf in ſeiner Kraft und empörte ſich gegen Alles, was zu ſeiner Unterdrückung beigetragen hatte. Er bedurfte einer ganz neu geſchaffnen Welt, um darin ath⸗ men zu können. Das alte Band, was die Gemeinſamkeit Aller erhielt, war zerriſſen; Jeder war nur auf ſich ſelbſt angewieſen. Das war die Revolution! Der Kühnſte, der Verwegenſte, endlich der Frechſte, war Der, dem die Herr⸗ ſchaft zufallen mußte; denn die Guten erbebten. Es gab kein Geſetz mehr, denn jeder Einzelne gab Geſetze. Was hätte dieſe zerſprengten Völkermaſſen je wieder verbinden können, wenn es nicht der mächtige Wille eines Einzelnen


