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Kameraden gehört, ſo nennen ihn die Offiziere auch ſo
und am Ende iſt der Vatername vergeſſen. Nennt mich alſo immerfort Giacomo, oder auch Francesco Natale,
wie Ihr wollt.“
„Ich werde Dich immer Freund nennen, wenn wir bei⸗
ſammen ſind, aber weil ich mich nach Dir erkundigen will, ſelbſt wenn ich in weite Ferne müßte, ſo fragte ich nach Deinem ganzen Namen.— Und nun komm her. Hier—“
„Nein, um Gottes willen! Nein, mein Oberſi das darf ich nicht annehmen.“
„Du ſollſt! Glaube nicht, daß ich mich dadurch irgend eines Dankes gegen Dich entledigen will. Wahrlich, nein! Aber Du ſollſt dieſe Börſe mit Goldſtücken nehmen, um damit nach Frankreich zu kommen, um Deine Kameraden zu unterſtützen, kurz um den Inhalt ſo gut zu verwenden, als Du willſt und kannſt. Es iſt, als gäbe ich's meinem Bruder! Hörſt Du?— Und kommſt Du nach Toulon, ſo geh' zu jener Frau von Clermont, von der wir geſpro⸗ chen haben. Du ſollſt dann weiter von mir hören.“
Giacomo hielt den Beutel in der Hand und ſchüttelte dabei immer mit dem Kopfe, als wolle er ſagen:„Es iſt doch nicht recht, daß ich ihn annehme!“ Da der Oberſt ihn lange betrachtete und ihm dabei die Hand vertraulich auf die Schulter legte, ſetzte er mehrmals zu einer Frage an, die ihm einige Ueberwindung zu koſten ſchien. Endlich begann er:
„Mein Oberſt! Ihr habt mir Euern Namen noch nicht geſagt.“
Ein heftiger Kampf der Gefühle war in den Zügen des Oberſten ſichtbar, er ſeufzte tief auf.„Du haſt ein Recht, ihn zu erfahren, aber er ſei Dein Geheimniß— „Mein Herr!“ unterbrach den Oberſten die Stimme


