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weiche Thränen der pana
Kleidungsſtücken noch Dasjenige herbeizuſchaffen, was der Oberſt und Giacomo für eine Reiſe nach Frankreich be⸗
durften. Giacomo packte die Sachen ein, man war reiſe⸗
fertig. Nur das Einrücken der franzöſiſchen Truppen wollte man noch abwarten, um dann die Fahrt nach dem Admi⸗ ralſchiff zu beginnen.
Der Oberſt ging, da alle Vorbereitungen zur Abreiſe vollendet waren, unruhig auf und nieder; in ſeiner Seele bewegten ſich Hoffnung und Sorge, Freude und tiefer Schmerz in fallenden und ſteigenden Wogen. Nach funf⸗ zehn Jahren unnennbaren Duldens war der Augenblick der Rettung endlich gekommen.— Horch! Welche Töne? Welch feierlich dumpfer Schall? Welch reizende Klänge, die einzelnen Strahlen gleich durch die Stille brechen? Es iſt der ferne Laut der Kriegsmuſik! Es iſt der Schall der Trommeln und Pauken, der liebliche Klang der Flöten und Hörner, unter denen Frankreichs Krieger in die eroberte Naubſtätte der Barbaren einziehen. Jetzt dringen die Töne deutlicher in mein Ohr! Es ſind die wohlbekannten Weiſen vaterländiſcher Tänze und Lieder, nach denen der raſche Schritt der Krieger ſich fortbewegt! O Gott, wie oft drangen ſie dem Jüngling, dem Manne muthig ins Herz, wenn ihr freudiger Ruf ihn auf das Feld der Ehre und des Sieges führte! Willkommen, ihr erſten, holden Grüße aus der Heimat! Willkommen!
Der Oberſt hemmte ſeinen raſchen Schritt; er drückte die gefaltenen Hände gegen die Bruſt und ſah aufwärts gen Himmel, mit einem Blick der tiefſten Dankbarkeit. Es war ihm, als ſollte ſein eiſernes Heldenherz unter dieſen feierlich frohen Klängen zerſchmelzen und ſich aunläſen in
den Auftrag erhalten, ein Felleiſen und an Wäſche und


