Teil eines Werkes 
13. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 1. Theil (1846)
Entstehung
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zuſammenzog und ſchwer wie ein drohendes Gewitter darü⸗ ber ſtehen blieb. Zwiſchen dieſen beiden Gebirgsmauern von wolkigem Dampf lag ein Steifen der blauen, lächeln⸗ den See im hellſten Sonnenlicht und bildete einen wun⸗ derbaren Gegenſatz zu dem ſchauerlichen Anblick der ſchwar⸗ zen, von rothen Blitzen durchzuckten Maſſen.

So dauerte die Schlacht eine Zeitlang fort, ohne daß die Zuſchauer über die Wirkung des Kanonendonners mehr als dunkle Muthmaßungen faſſen konnten.

Der Oberſt begleitete jede Bewegung der Flotte mit größeſter Aufmerkſamkeit; ſein feuriges Auge rollte wie das des Adlers über den Raum der Schlacht.Thut denn das Landheer gar nichts? rief er mit einer Art von Un⸗ willen aus.Will man die Stadt nur durch die Flotte 34 erobern?

Mehrmals ſchon hatte er ſich voll Unmuth umgeſehen.

Da endlich brachen, was er längſt gehofft und vermuthet hatte, aus den Bergſchluchten des Ufers, franzöſiſche Tirail⸗ leurs hervor und ſuchten unter dem Schutz des ſehr durch⸗ ſchnittenenen Terrains ſich den ungedeckten Batterien zu nähern. Allein auch die Türken ſandten jetzt eine Anzahl ihrer Scharfſchützen mit langen Gewehren dieſen neuen Feinden entgegen und es entſpann ſich nun in dem von Schluchten, Erdriſſen, Hecken, Wäldchen, Gärten, Mauern und Gräben durchſchnittenen Terrain ein eigner kleiner Krieg, der blutiger zu werden drohte, als der Kampf im Hafen, da bei dem ſteten Schwanken der Schiffe das Feuer der Flotte natürlich ſehr unſicher war und an⸗ derer Seits die Uferbatterien nichts vor ſich ſahen, als ein Gebirge von Rauchwolken, in welches ſie, ohne zielen zu können, ihre Schüſſe hineinrichteten. Wäre der Wind etwas ſtürmiſcher geweſenſo hätte er den Rauch verjagen,