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ungut, mein Oberſt. Da haben wir's, jeht dreht ſich die Provence und hält ihm das Bogſpriet' unter die Naſe. Nun iſt der Schuß nicht halb mehr ſo ſicher!“
„Es kann nicht mehr lange dauern, ſo muß die ganze Linie feuern. Siehſt Du, die übrigen Schiffe machen das Manoeuvre der Provence nach. Sie werden alle zugleich näher an die Küſte rücken!“
„Ja wol, mein Oberſt; ich wittre auch ſchon einen kleinen Luftſtoß, der ihnen helfen wird.——— Das Wetter iſt zum Manoeuvre zwar ſchlecht, aber deſto beſſer zum Feuern. Der Wind iſt verdammt müßig, die Segel laſſen die Flügel hängen; liegen die Badewannen aber erſt einmal, wo ſie ſollen, ſo ſtehe ich dafür, daß keine Vier⸗ telselle Leinwand unangeſchnürt bleibt, denn man kann ja
ſo ruhig liegen, als hätte man drei Anker ausgeworfen.—
Sie rücken näher und näher!— Daß dich die Peſt über die Eſel in der Batterie! Ich glaube, ſie haben kein Pul⸗ ver!“
Die Flotte kam jetzt in geordneter Schlachtreihe eben ſo
gerade mit vorwärts gerichteten Bogſpriets auf die Küſte zu, als ſie vorher, das Profil darbietend, dieſelbe entlang geſegelt war.
Plötzlich warfen ſich alle Schiffe zugleich ſeitwärts herum und boten der Küſte die mit zahlloſen Geſchützen bewehrten Seitenwände dar.
„Halloh!“ rief Giacomo, als er das Manoeuvre ſah, „jetzt wird aufgeſpielt werden!“
Und kaum hatte er dieſe Worte ausgeſprochen, als zuerſt aus den ehernen Mündungen des Admiralſchiffs eine helle Blitzreihe rings umher züngelte, der ſogleich eine weiße Dampfwolke folgte, die das Schiff rings verhüllte. Als wäre der Erdball geborſten, krachte jetzt die Küſte von dem


