Teil eines Werkes 
13. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 1. Theil (1846)
Entstehung
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Die Mutter hatte indeſſen gleichfalls das Schiff auf⸗

merkſam durch das Fernrohr betrachtet und ſtand mit den

Worten auf:Ich glaube, Du haſt recht, Leontine; es iſt die Aventure!Ja, mein Herz hat mich nicht ge⸗ täuſcht! rief das lebhafte Mädchen, indem ſie die Mutter von neuem umarmte.Siehſt Du wol, daß man etwas auf Träume geben darf?Wenn Du nur nicht geſtern und vorgeſtern ebenſo geträumt hätteſt, entgegnete die Mutter lächelnd;und wer weiß, ob ſich unſere Ahnun⸗ gen heute erfüllen. Wie leicht könnten wir uns dennoch irren, wie leicht kann der Wind umſpringen. Leon⸗ tine hatte wenig von der Rede der Mutter gehört, denn ſie

ſaß ſchon wieder vor dem Fernrohr. Bei der letzten Be⸗

merkung aber ſprang ſie ſogleich haſtig auf, eilte auf die Terraſſe, nach der ſich die Flügelthüren des Saales öffne⸗ ten, hinaus und ſah nach der Wetterfahne.Nein, rief ſie fröhlich,der ſchönſte friſcheſte Südweſtwind, ſieh nur ſelbſt, liebſte Mutter!Ich glaub' es ſchon, erwi⸗ derte Frau von Clermont, trat aber doch hinaus in den Garten und überzeugte ſich, daß Leontine recht hatte. Indem ſie das Auge von der Spitze des Thürmchens, welches auf dem Hauſe befindlich war, wieder ſinken ließ, ſtreifte ihr Blick über den Weg am Strande hin und traf auf einen Reiter, der eiligſt von der Stadt her auf das Haus zu ſprengte. Er ſchien in demſelben Augenblicke auch der Damen anſichtig zu werden, denn er zog ein Tuch her⸗ vor und ſchwenkte es über dem Haupte, als wollte er

ſchon von weitem eine frohe Botſchaft verkünden.Es iſt

Eduard! rief Frau von Clermont.Ja, es iſt der

Bruder! beſtätigte Leontine und eilte die Terraſſe hinab,

um ihm die Gartenpforte zu öffnen. Schon vom Pferde rief er ihr entgegen:Haſt Du die Brigg geſehen, die dort

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