Teil eines Werkes 
5. Band (1843) Sagen und romantische Erzählungen / von Ludwig Rellstab
Entstehung
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eine ſeit Entſtehung der erſten dieſer Novellen,Theo⸗ dor, geuͤbte zwanzigjaͤhrige kritiſche Thaͤtigkeit ge⸗ reifte und gelaͤuterte Anſicht des Mannes oft, wenn auch nicht in Widerſpruͤche(denn meine Grundanſchauungen habe ich unverruͤckt feſtgehalten), ſo doch in ſcharfe Con⸗ flicte und Reibungen mit der des Juͤnglings gerieth. Aber hier gerade durfte ich dieſem ſeine Rechte am we⸗ nigſten ſchmaͤlern, wenn ich nicht ein ganz verfaͤlſchtes Bild von mir in die Welt ſenden wollte. Ueberdies ſind in keiner Art meiner Arbeiten Leben und Dichtung ſo innig verwachſen wie hier. Es ſind nicht blos durch Wahl und Recht der Erfindung und Phantaſie geſchaffene, ſondern vielfach ſelbſterlebte Zuſtaͤnde, denen ich hier Geſtalt gegeben; und auch die Charaktere, in denen ſich hier die Gedanken verkoͤrpern, gehoͤren zum großen Theil der Wirklichkeit an, ſind Bildniſſe, welche die Dichtung aus dem Leben abgeſpiegelt hat. Nein! Dieſe Ar⸗ beiten mußte ich unberuͤhrt laſſen! Sie ſind meine Hoff⸗ nungen, Traͤume, Kaͤmpfe, mein Gluͤck und Weh, mein ganzes Selbſt aus jener ſelig jugendlichen Zeit der Be⸗ geiſterung, des Glaubens und der Liebe! Auch der Ueber⸗ muth der Jugend uͤbt die Rechte ſeines Unrechts darin!

Laßt und vergebt ſie ihm, ach wuͤnſcht ſie Euch zuruͤck!

Auch fuͤr dieſe Novellen habe ich eine beſtimmte Schuld des Dankes abzutragen an drei Manner, A. E. T. Hoffmann, Ludwig Berger und Bern⸗ hard Klein. Alle Drei erſcheinen ſie auch in mehr oder minder poſitiver Geſtalt in den Novellen, gleich⸗ zeitig mit dem Autor, der auch ſein aͤußerliches Ich

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