Teil eines Werkes 
4. Band, 1812 : ein historischer Roman : 4. Theil (1843)
Entstehung
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grimmte Tod hielt ſeine Senſe über die Streiter geſchwungen;

6 die Wetterwolke des Verderbens ſchwebte dicht über der Schei⸗ tel des Theuerſten. Sie wollten ſich wegwenden von dem 9 Anblick, doch ſie vermochten es nicht; ſtarr gefeſſelt hing das Auge an dem Geliebten, als könne es ihn ſchirmend bewachen.

Wie der Schlachtengott ſprengte Raſinski im Pulverdampf daher, die pelzverbrämte polniſche Mütze ſtolz auf dem Haupt, den Säbel geſchwungen.

Vorwärts, Kameraden, wir müſſen uns Bahn brechen, tönte ſeine mächtig gebietende Stimme, und ſelbſt den Frauen 8 durchbebte ſie muthig das Herz.

Die Scharen rückten geſchloſſen an, Raſinski auf ſcheu⸗ bäumendem Roß vor ihnen her. Die Koſacken waren beſiegt unnd irrten verwirrt durcheinander; ſie hätten ſich ſchleunig

5 zur Flucht gewandt, wenn das Thor nicht durch die nach

ihnen eindringenden Reiter geſperrt geweſen wäre. Der Mar⸗ ſchall Ney hielt weiter zurück in der Straße, und ordnete nachrückende Maſſen. Naſinski ſah ſich ſcharf aufmerkend nach ihm um. Jetzt zog der Feldherr den Hut und ſchwenkte 8 ihn mit dem Federbuſch hoch über dem Haupte. Dies ſchien das verabredete Zeichen. Von den vorderſten Neihen der Maſſe umgeben ritt Raſinski vorwärts; die Reiter rückten geſchloſſen an.Feuer! erſcholl jetzt ſein Ruf, und die Salve krachte. Die Fenſter erbebten, die Frauen thaten einen lauten Schrei; die Straße lag in Wolkennacht des Pulverdampfs dicht eingehüllt, wildes Kampf⸗ geſchrei der Krieger brauſte aus der ſchwarzen Tiefe herauf. Ein Windſtoß zerriß das Gewölk. Da ſprengte Raſinski durch den hellen offenen Raum. Sein kräftiger Saͤbelhieb ſtürzte einen Koſacken vom Pferde, einen zweiten ſtreckte er 6 2 mit dem Piſtol nieder. über ihre Leichen hinweg ſetzte ſein IV. 13