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nicht laut auszuſprechen, um nicht die Hoffnungen der fröh⸗ lichen Menge durch einen blinden Schrecken niederzuſchlagen. Wie es zu gehen pflegt, ſo übertrieb der Eine, während der Andere ſicher wiſſen wollte, Alles beſchränke ſich auf einige durch Zufall in Brand gerathene Gebäude. Im Hötel des Geſandten war Alles ſtill; Niemand erfuhr den Inhalt der 1 Depeſchen, die die Couriere brachten. Doch lauter und im⸗ mer wachſender wiederholten ſich die düſtern Gerüchte; ſchon wagte Niemand mehr zu widerſprechen. Endlich war das 4 Unheil nicht mehr zu verhehlen. Laut geſtanden es die Be⸗ richte des franzöſiſchen Miniſters ein, daß die Ruſſen in ihrem raſenden Wahne ſelbſt ihre Hauptſtadt der Zerſtörung geweiht hätten. Was auch geſagt wurde, um das Schrecken⸗ volle der Nachricht zu mildern, um der Vermuthung vorzu⸗ beugen, als könne dies Ereigniß dem franzöſiſchen Heere 1 Gefahr oder gar Verderben bringen: die That erſchien zu ungeheuer, zu beiſpiellos, wenn ſie nicht den ſicherſten Erfolg mit ſich führte. Nur um Rußland mit Gewißheit zu ret— 6 ten, konnte Moskau den Flammen preisgegeben werden, wie Fet man nur, um Frankreich zu retten, die Brandfackeln in die 11 Sf, Häuſer von Paris ſchleudern würde. Das fühlte Jeder mit l, nicht zu beſiegender Gewißheit. Ein ſtummer, kalter Schrecken 9 9. bemächtigte ſich der Gemüther, ein Grauſen ſchlich durch die Seele der Kühnſten. Die Zeit hatte an ungeheure Ereig⸗ niſſe, an beiſpielloſe Thaten gewöhnt; dieſe aber reichte weit 1 über das Maß, über die Grenzen aller Vorſtellung hinaus.— Man erinnerte ſich, daß in der entſetzlichſten Zeit der fra- zöſiſchen Revolutiou einer jener Redner, deren Worte ein ℳ Schwert, eine Flamme, ein Blitz wurden, wenn die auf⸗ gaährende Leidenſchaft ſie aus dem Vulkan der Bruſt ſchleu⸗ derte, um ſeinen Gegner zu ſchrecken, auf der Tribune ge⸗
rufen hatte:„Dann wird der Tag kommen, wo man an III. 3
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