ſein dieſem vren großen gegenüber ni darum betäubte es ihn nicht mehr, daß es nd Schmerzen zerriſſen und jetzt von unrettbarem Verderbe bedroht war. Ehre und Maͤnnerpflicht richteten ſich edel in. ihm auf.
„Wißt Ihr keinen Ausweg?“ erneuerte der Kaiſer die Frage.„Ja, ich hoffe es,“ antwortete Jaromir feſt;„doch der Weg geht durch die lodernden Flammen dort.“
„Gut denn! Wir haben nicht Zeit uns zu beſinnen,“ erwiderte der Kaiſer und ſchritt dahin, wo Jaromirs Hand deutete. Dieſer eilte voran, ſtolz entſchloſſen, ſich mitten in die Gluth zu werfen. Doch als trügen die empörten Ele⸗
83 mente eine heilige Scheu, den Gewaltigen anzutaſten, ſo erhob ſich jetzo der Sturmwind ſtärker als zuvor und brach eine Gaſſe durch die Flammen. Jaromir ſtürzte voran; der
Weg ging durch Aſchen⸗ und Feuerregen über qualmende
Trümmer hinweg. Man athmete Gluth; das Auge brannte
bis ins Gehirn, Lippe und Zunge verdorrten. Da wehte ein friſcherer Lufthauch kühlend über Jaromirs glühendes Ange⸗ ſicht. Das Freie war erreicht; die Rettung gewonnen!
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Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.


