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zuweiſen, wo Sie mit Ihrem Regimente den Bivouac zu be⸗ ziehen haben. Ihre Ankunft war bereits gemeldet. Sie wer⸗ den Ihr Lager dort drüben auf jenem Hügel zunächſt der kaiſerlichen Garde einnehmen.“
Raſinski erkannte ſogleich die Auszeichnung, welche in dieſer Beſtimmung lag und ſprach, indem er für die Mel⸗ dung dankte, ſeine Freude darüber lebhaft aus.
Von dem Generalſtabsoffizier geführt, rückte das Regi⸗ ment jetzt mitten durch das Lager ſeinem Bivouacsplatze zu. Das mannichfaltigſte Schauſpiel bot ſich auf dieſem Zuge dar. Zuerſt kam man an langen Reihen ſchwerer Geſchütze, an dicht aufgefahrenen Parks von Munitionswagen vorbei. „Das ſind die ehernen Knochen des Kriegsungeheuers,“ ſprach Ludwig zu Bernhard im Vorüberreiten.
„Oder vielmehr ſeine feuerſpeienden Rachen,“ erwiderte Bernhard.„Mir iſt ſeltſam zu Muthe,“ fuhr er nach einigen Augenblicken fort;„indem ich in dieſe Thore des Krieges einziehe, erſcheine ich mir gegen die ungeheuern Maſſen der Kräfte plötzlich ſo ganz unbedeutend, ich verliere ſo vollſtän⸗ dig das Gefühl eigner Thatkräftigkeit, daß ich mir vor⸗ komme wie eine Nußſchale, die auf dem brandenden Ocean ſchwimmt. Aber etwas zu thun werde ich hier bekommen für mein Skizzenbuch, denn alle zehn Schritte ſehe ich ein köſtliches Genrebild vor mir, und ich merke, daß man nur einmal durch ein Feldlager geritten zu ſein braucht, um ein Philipp Wouvermann zu werden, wenn man ſonſt den Pin⸗ ſel, dazu hat und keiner iſt.“
Man war jetzt an die erſten Bivouacs der Infanterie gekommen und konnte mit Muße die Gruppen betrachten, welche ſich um die Feuer gelagert hatten. In der Ferne hörte man die halbverwehten Töne der Feldmuſik, welche die marſeiller Hymne ſpielte. Gleich im Vordergrunde la⸗
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