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gegeben hatte. Aber in ſeinen Armen erblaßte ſie, ſeufzte leiſe auf, ſank zuſammen, und leblos mußte man ſie auf ihr Gemach tragen.
Sie blieb der Sorge der Mutter überlaſſen, denn ſchon ſtampften die Roſſe vor dem Wagen, in welchem Dolgorow und Ochalsköi ſogleich zum Heere abreiſten.
Fünktes Capitel.
Es war am 22. Junius, als Naſinski mit ſeiner Rei⸗ terſchaar zu der Hauptcolonne der Armee, welche der Kaiſer Flbſt führte, ſtieß. Ein Befehr⸗ den er unterwegs erhalten, hatte ſeinen Marſch beſchleunigt. Die übrigen Truppentheile, Regnards Negiment, die Artillerie und zwei Escadrons ſchne⸗ rer Cavalerie, welche bei Lomza zu ihnen geſtoßen waren konnten nicht ſo eilig folgen. Die Sonne ſenkte ſich eber hinter die blauen Waͤlder, welche den weſtlichen Horizon uxäſchloſſen, als man von einer Anhöhe die franzöſiſche Ar mee zuerſt gewahr wurde. In unabſehbarer Weite bedeckten die ſchwarzen Truppenmaſſen die ſanfte Einſenkung, welche ſich dieſſeit der Hügelreihen, die das Ufer des Niemen be⸗ gleiten, und an dem Saume des großen Waldes von Pil⸗ wiski hinzieht. Naſinski war mit Bernhard und Ludwig, die er gewiſſermaßen als ſeine Ordonnanzen gebrauchte, etwa tauſend Schritte dem Regiment vorausgeritten.„Heiliger Gott!“ rief er aus,„welch' eine Welt in Waffen. Seht Freunde, ſeht dort hin! über eine Meile dehnt ſich die Linie dieſer eng aufeinandergerückten Colonnen aus. Und von dort herüber ſind noch unzählbare Maſſen im Anmarſch. Welch 1. 16


