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ſtraße herankommen ſahen. Mit lautem Jubel eilten ſie den Hügel hinab, um die Ankommenden zu begrüßen. Es war in der That der Graf Dolgorow mit ſeiner Gattin und ſei⸗ ner Tochter Feodorowna; die beiden Frauen ſaßen im erſten Wagen; im zweiten befand ſich der Graf und neben ihm ein Fremder von kriegeriſchem Anſehen; im dritten einige Diener. Als die Ankommenden der verſammelten Landleute anſichtig wurden, ließ der Graf die Wagen halten und ſtieg aus. Mit Demuth, die Hände über die Bruſt gekreuzt, grüßten die Vaſallen ihren Gebieter und bemühten ſich, den Saum ſeines Kleides zu küſſen. Die Weiber drängten ſich mit gleicher Demuth und Unterwürfigkeit um die Gräfin her. Feodorowna, eine hohe Geſtalt, war die Einzige, welche dieſe knechtiſchen Ehrfurchtsbezeigungen nicht duldete, ſondern den Frauen und Mädchen, die ſich ihr näherten, freundlich die Hand bot. Der Graf wies nach einigen Minuten die lie⸗ bende Zudringlichkeit ſeiner Vaſallen nur inſofern vornehm zurück, als ſie ihm läſtig wurde. Indeſſen ſprach er und ſeine Gemahlin wohlwollend mit den Leuten und gingen in⸗ mitten derſelben den Hügel hinan. Auch der Geſſtliche, deſ⸗ ſen Alter ſeine Schritte verzögerte, hatte ſich jetzt genähert, drängte ſich durch die Menge und begrüßte den Grafen mit Ehrfurcht, jedoch ohne Unterwürfigkeit.„Siehe da, Vater Gregor, ſeid mir willkommen,“ ſprach Dolgorow.„Um Euch war mir zumeiſt bange, daß ich Euch nicht wiederſehen würde, denn Ihr ſtandet bei meiner letzten Anweſenheit ſchon nahe an der Grenze des Lebens. Ich freue mich, daß die Sonne dieſes Frühjahrs Euch noch geleuchtet hat.“
„‚Meine Kraft iſt noch ungeſchwächt,“ entgegnete der Geiſtliche;„zwar bin ich jeden Tag des Rufes gewärtig, der mich vor den Thron des Allmächtigen fordert; doch Dank ſei es ſeiner Gnade, noch vermag ich auf Erden die


