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loches geſchah mittelſt einer trichterförmigen Bohrung, indem Paul und der Poſtillon die Deichſel fortwährend in kurzen Bogen umdrehten. Nach wenig Minuten ſtürzte aus der erweiterten Offnung eine große Laſt Schnee herab.„Aha!“ rief der Poſtillon,„wir haben genug minirt, die Decke iſt eingeſtürzt.“ Zugleich beugte er ſich unter das Loch und rief:„Wahrlich, der Mond ſcheint gerade zu dem Fenſter her⸗ ein. Wenn ich jetzt ſchießen will, muß ich ihn ordentlich aufs Korn nehmen.“ Ludwig hatte die Büchſe gleich mitge⸗ nommen und einſtweilen geladen.
„Wir wollen noch ein paar ſtarke Pfropfen aufſetzen,“ meinte der Poſtillon,„damit es beſſer knallt,“ und holte einige Stücke altes Papier aus der Taſche, die er feſt zu— ſammenkäute und mit dem Ladeſtock einſtampfte.„So; jetzt aber,“ ſprach er,„muß ich ein wenig emporgehoben werden, damit ich mit der Mündung möglichſt ins Freie lange, ſonſt hört man den Schuß nicht weit genug.“ Ohne Umſtände ließ er ſich auf Pauls und Ludwigs Schultern heben und ſchoß nun ſein Feuergewehr ab. Es gab einen im Gewölbe ſtark widerhallenden Knall, und deutlich hörte man
wie die Berge ihn fortpflanzten.„Bravo, Braviſſimo!“ rief
der Poſtillon, ſich ſelbſt lobend.„Aber jetzt heißt's da capo, ſonſt verſteht man's nicht.“ Er lud und ſchoß aufs Neue, und zum dritten Mal.„So,“ rief er,„nun hat's gute Wege, jetzt werden wir nicht vergeſſen werden. Damit aber die Luft hier etwas beſſer werde, wollen wir an der andern Seite auch ein wenig nachhelfen.“
Er ging mit ſeiner Deichſelſtange nach dem andern Ende der Gallerie und bohrte ein ähnliches Loch in den Schnee.
Indeſſen nahmen die Frauen und Ludwig wieder im Wa⸗
.* Platz, um in Geduld den Anbruch des Tages zu erwarten.
Schon nach wenigen Minuten hörten ſie den fernen Schall


