Teil eines Werkes 
1. Band, 1812 : ein historischer Roman : 1. Theil (1843)
Entstehung
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VII

Bedeutung allein, ſondern in einer kuͤhner umfaſſenden, weltgeſchichtlichen Anſicht zu ſchreiben, obgleich er ſich bewußt iſt, was die innere Welt des Gemuͤths und der Anſchauung betrifft, den theuern Boden der Heimat nic treulos verlaſſen zu haben.

Die poetiſchen Geſtalten moͤgen ſich ſelbſt vertheidigen und behaupten; die hiſtoriſchen, ſind ſie getreu, ſind ſie verſtanden, werden es ohne Muͤhe koͤnnen. Kleine Auf⸗ einanderruͤckungen von Ereigniſſen und dadurch veraͤn⸗ dertes Datum derſelben durfte die ſo im Großen arbei⸗ tende Geſchichte wol der Dichtung zugeſtehen, ohne fuͤr ſich befuͤrchten zu muͤſſen. So iſt der Brand Moskau's und die Erſcheinung Napoleons dabei allerdings zuſam⸗ mengezogen. Daß ein Bund vaterlaͤndiſcher Freunde, der zu jener Zeit maͤchtig wirkte, ebenfalls, theils in chronologiſcher Beziehung, theils mit Ruͤckſicht auf ſeine Zwecke, freier behandelt worden iſt, verzeiht man vielleicht deshalb leicht, weil dies Verhaͤltniß ja nur an das Buch hinſtreift, ohne in ſeinen tiefern Kern einzudringen. Endlich vergebe man bei der Entfernung des Druckortes vom Wohnorte des Schriftſtellers, wenn manche der klie⸗ nen Irrthuͤmer und Nachlaͤſſigkeiten unausgeglichen blei⸗ ben, die ſich immer erſt bei der letzten Feile, wenn der Verfaſſer ſeine Arbeit in dem raſchen Fluß des Abdrucks uͤberſehen kann, entdecken und verbeſſern laſſen. Zwar hat der Autor die letzten Correcturen ſelbſt geleſen, allein da der Umfang des Buches es noͤthig machte, an mehren Theilen zugleich zu drucken, und auch eine ſchnelle Ruͤckſprache mit der Druckerei unmoͤglich war, ſo mag ſich doch Manches eingeſchlichen haben, welches