Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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dieſelben weiterzureiſen wagten. Rom und Neapel ſetzten einen Preis auf den Kopf des Banditen. Die römiſche Re⸗ gierung ſchickte eine Abtheilung Dragoner gegen ihn; aber alle Anſtrengungen waren vergebens und dienten nur, den Ruhm. Gaſparones noch mehr zu verherrlichen.

In den Unternehmungen dieſes Hauptmanns und ſeiner Bande war etwas Phantaſtiſches. Sie waren in allen Höh⸗ len Unteritaliens und allen Schluchten der Apenninen zu Hauſe. Suchte man ſie auf den Gebirgen, ſo befanden ſie ſich in den pontiniſchen Sümpfen; durchſtöberte man die Sümpfe, ſo zeigte Gaſparone ſich mit den Seinigen auf den Gebirgen. Der Bandit war ein Abgott des Volks; daſſelbe ſagte von ihm, es würde ihn für einen Teufel halten, wenn es nicht ſeine Ergebenheit gegen den heiligen Antonius kenne und die große Gewiſſenhaftigkeit, daß er an Sonn⸗ und Feiertagen keinen Mord begehe.

Die Ohnmacht der römiſchen Polizei war um ſo mehr beklagenswerth, als die Bande Gaſparones von Tag zu Tag neuen Zuwachs durch Ankömmlinge erhielt, welche der Ruf des furchtbaren Hauptmanns herbeilockte. Mit der Zahl der Banditen wuchs die Zahl ihrer Thaten und deren Grauſamkeit.

Endlich wurde Gaſparone mit ſeiner Bande von allen Seiten eingeſchloſſen und ergab ſich unter der Bedingung, daß keinem das Leben gefährdet werde.

Gegenwärtig lebt der Bandit ſammt ſeinen Genoſſen,

Il. 10