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zieht, ſchreibt man die eben geſchilderten Seuchen zu. Alle Unterſuchungen, den Grund des Uebels zu entdecken, ſind jedoch bislang ohne Erfolg geblieben. Die verſchiedenſten Anſichten ſind geltend gemacht, ohne die Frage zu erledigen. Zwar erkannten die gelehrteſten Aerzte der warmen Jahres⸗ zeit und dem plötzlichen Wechſel der wandelbaren Witterung die Urſache zu, allein ſie verheimlichen auch nicht, daß die wenigen Vorſichtsmaßregeln dagegen den unbeſchützten Ar⸗ men in die Hände der Seuche liefern, während die Reicheren ſich davor zu bewahren oder fortzuziehen vermögen.
Ein zuverläſſiger Beweis für den wichtigen Einfluß dieſes Uebelſtandes iſt die ſchon gemachte Erwähnung, daß die Peſtluft ſich nicht gleichmäßig über die ganze Stadt ver⸗ breitet und namentlich der Ghetto, dieſer elende Ort, wohin der liebloſe Stolz der Chriſten unſer Volk verwieſen hat, ganz davon frei bleibt. Auch hat man mir geſagt, daß die Aria cattiva früher nicht ſo bösartig war, hingegen jetzt ihre Fortſchritte reißend ſeien. Nicht blos, daß ſie vom Platze del Popolo ſich bis zum ſpaniſchen Platze und von dem Springbrunnen von Trevi und dem Palaſt Colomna bis in die Mitte der Stadt erſtreckt, ſondern ſie ſchreitet ſogar hoch auf die Hügel hinauf.
Die Austrocknung der pontiniſchen Sümpfe ſoll das Uebel heben können; allein der traurige Zuſtand der Finanzen geſtattet die Ausführung der mehrfach ſchon angefangenen Arbeit nicht. Und ſo ſcheint es, als ſolle das Uebel eine


