Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Gleich in den erſten Anfängen ſeiner neuen Laufbahn ſah er mit Verwunderung, wie viel Opfer ſein reiner Sinn und ſein Gewiſſen bringen müſſe, um die ihm ertheilten Aufträge zu vollziehen. In dieſer Atmoſphäre von Ränken, Intriguen, Falſchheiten, Umwegen, Kunſtgriffen und Lü⸗ gen fühlte ſich ſein gerader Sinn verletzt; er vermochte kaum zu athmen. Die Ziffernſprache und die Schrift der unſicht⸗ baren Tinte widerſtrebten ſeiner Rechtlichkeit; dies beſtändige Heucheln mit Wort und That, die Maske an Geſicht und Haltung verletzten und empörten ſeine Offenheit.

Bei einer wichtigen Gelegenheit hatte er den Muth, ſich darüber gegen den Nuntius auszuſprechen. Es handelte ſich um eine lateiniſche Depeſche, von der eine gedeutelte Ueberſetzung gemacht werden mußte, um einen Plan des

icht verkauft werden, jedoch in ſolcher Weiſe, getäuſcht würde. Salvi weigerte ſich offen heraus, ſich zur Uebertragung des Textes herzugeben, dem er einen andern Sinn unterlegen ſollte.

Ich hielt Sie für ſtärker... ſagte die Eminenz ver⸗

achtlich; Ihr Protektor hat mir nur von Ihren Talenten erzählt und nichts von Ihren Tugenden geſagt. Gehen Sie,

aber bedenken Sie, daß ein einziges Wort über das, was bei mir vorgegangen, Ihnen eine Züchtigung bereiten wird,

gegen die Sie in der ganzen Welt keine Rettung finden.

Salvi fand ſich von einer erdrückenden Laſt befreit, als er aus dem Hauſe des Nuntius ſchied. Er bereitete ſich

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