Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Die Menge umringte uns ſtaunend, alle Blicke hafte⸗ ten mit Entzücken auf uns....

Jules war über ſeine Erzählung ſo in Feuer gerathen, daß Noemi die Augen niederſchlug und Dom Salvi mehr⸗ fach vergebens ſeine Gluth zu unterdrücken ſtrebie, als die Unterredung plötzlich abgebrochen wurde.

Es kam ein Bote von Ben Saul, der die Jüdin nach dem Ghetto zurückrief.

Aus der düſtern Miene des Boten, der ein Anver⸗ wandter des alten Iſraeliten war, glaubte Noemi auf irgend ein bevorſtehendes Unglück ſchließen zu müſſen; ſie fragte denſelben ängſtlich, allein der Abgeſandte Ben Sauls blieb ſchweigſam und es war nichts aus ihm herauszubringen. Das Einzige war, daß er Noemi bat, ihre Rückkehr zu beſchleunigen.

Jules und Dom Salvi wollten Noemi bis an das Thor des Ghetto begleiten.

Ob es ein Vorurtheil war, oder täuſchten ihre Augen ſich wirklich nicht: ſie glaubten in den Straßen, durch welche ſie gingen, geheime Agenten zu ſehen, welche ihnen von Strecke zu Strecke nachfolgten, als ob ſie ſich einander ablö⸗ ſeten und eine Poſtenreihe von Spähern und Lauſchern bildeten.

Noemi und ihre Freunde hatten ſich nicht getäuſcht: das junge Mädchen war der Gegenſtand einer regen Beauf⸗ ſichtigung, alle ihre Schritte wurden umſpähet.

Stephan hatte noch nicht auf Noemi verzichtet: er