Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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unbändigſte Willkür und Geſetzloſigkeit nicht genügen, dem Einen ſoll alles Schritt vor Schritt gehen, der Andre will durchaus im Sturme die Meiſterſchaft erjagen laſſen. Un⸗ frieden, Haß und Ungerechtigkeit ſind die natürlichen Folgen eines ſolchen Benehmens.

Nach dem Geſagten fehlt es unſerm Leben hier nicht an mancherlei Reizen. Wir ſind unſres guten Humors wegen ſehr beliebt, und wenn auch nicht in den höhern Kreiſen und von der Geiſtlichkeit, welche unſern Liberalismus und unſre Philoſophie fürchten, ſo doch von den mittleren Ständen. Das Leben geſtaltet ſich anmuthig und leicht für uns und wenn wir ernſthafte und Aufſehen erregende Auftritte in unſeren Abenteuern vermeiden, ſo können wir die Zeit, welche uns das Vaterland in der Fremde erhält, in Luſt und Freude verbringen.

Aber ich muß es wiederholen, Rom iſt ein bösartiger Ort, wo die beſten Temperamente und die redlichſten Herzen verderben und verkommen.

Unſere Geſänge, unſere Fröhlichkeit, unſere Karrikaturen und Spott⸗Bilder gefallen der römiſchen Schmähſucht. Wir haben die Stelle von Pasquino und Marphorio einge⸗ nommen, denn dieſe ſonſt ſo geſchwätzigen Orakel ſind heut⸗ zutage faſt ſtumm geworden. Wir beluſtigen den Hof, der uns haßt, die Geiſtlichkeit, die uns verdammt, und die Stadt, welche uns Beifall klatſcht.

Zuweilen führen wir auch kleine Revolutionen in Mode und Sitte auf. Wir haben den brittiſchen Gentlemans ge⸗