Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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nach dieſem Tage werden alle, welche nicht zu dem Collegium gehören, ohne Unterſchied des Standes fortgewieſen.

Etwaige Anſprüche nach dieſer Zeit geſchehen nur in der vorgeſchriebenen Weiſe. Die jüngeren Kardinäle klagen in ſolchen Unterredungen über ihre Langeweile und erkundi⸗ gen ſich wenigſtens nach den Stadtneuigkeiten, Feſten, Ge⸗ ſellſchaften, Wettrennen, Gartenvergnügen, der Jagd und allen übrigen Beluſtigungen, die ſie ſo ſehr vermiſſen. Nicht ſelten werden die älteren Kardinäle über ſolches Geſchwätz un⸗ geduldig und fahren die jüngeren Kollegen an, deren eitle Plaudereien ſie in den wichtigen Nachgedanken über den Gang ihrer Intriguen ſtören.

Wird ein Kardinal krank, ſo kann er das Conclave verlaſſen, allein dann bleibt ihm der Wiedereintritt unterſagt.

Die Zellen werden durchs Loos beſtimmt und nicht ſelten ſind zwei einander entgegenſtrebende Kardinäle Nach⸗ barn. Dann heißt es vorſichtig ſein, um kein Wort in die Nebenzelle dringen zu laſſen. Es werden Krankheiten vor⸗ geſchützt, damit man ſich untereinander berathen könne, wäh⸗ rend die übrigen Kardinäle in der Kapelle ſind, und im Bette liegend wird mit leiſer Stimme geplaudert; auch wählt man häufig die Nacht für dergleichen Zuſammenkünfte.

Die Conclave ziehen ſich nicht ſelten in die Länge; gleichwohl würden ſie ſehr bald zum Schluſſe kommen, wenn die von dem allgemeinen Concil zu Lyon feſtgeſtellten Be⸗ ſchlüſſe geltend gemacht würden. Eine Vorſchrift dieſes Con⸗ eils lautet, daß die Kardinäle in enge und unbequeme Ge⸗