Geſchenk. Sein Werth iſt ungefähr zweihundert römiſche Thaler.
Hierauf vernichtete der Kämmerling im Beiſein des Kanzlers und der vorzüglichſten Beamten der Kanzlei das Siegel für die Bullen in ſofern, daß das Bruſtbild des ver⸗ ſtorbenen Papſtes daraus entfernt wurde. Dieſes Siegel, nebſt dem Privatſiegel des Papſtes, welches gewöhnlich eine Deviſe aus der heiligen Schrift trägt, wurde aufbewahrt.
Die Peterskirche iſt zum Begräbnißplatze der Päpſte beſtimmt; hierher wird der Leichnam aus dem Monte Ca⸗ vello, dem Quirinal oder dem ſonſtigen Aufenthaltsorte ge⸗ bracht. Dieſe Ceremonie iſt ſtets von einer großen, feier⸗ lichen Pracht begleitet. Der Zug verläßt den Quirinal Abends unter Fackelſchein. Der mit der Stola und dem Purpurmantel bekleidete Leichnam ruht auf einer offenen Bahre und iſt den Blicken der neugierig herbeidrängenden Volksmenge ausgeſetzt. Vor und hinter der Bahre geht ein unendlicher Zug von Prälaten, Monſignoris, Geiſtlichen und Mönchen auf ſchwarzbedeckten Mauleſeln. Abtheilun⸗ gen leichter Reiter und Küraſſiere folgen dem Zuge, welcher von Kanonen beſchloſſen wird, die das Zeichen der Herrſcher⸗ würde bilden.
Der Leichnam des Papſtes wird drei Tage lang in der Peterskirche ausgeſetzt. Ein hoher Katafalk wird in der ſixtiniſchen Kapelle hinter dem Gitter errichtet, ſo daß der⸗ ſelbe ringsum den Blicken des Volkes zugänglich iſt. Der Körper wird in der Weiſe darauf gelegt, daß die mit den


