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Seine religiöſe, politiſche und bürgerliche Exiſtenz hatte beſtändig eine Amphibiennatur gehabt und er war ſein gan⸗ zes Leben hindurch zwiſchen zwei Strömen geſchwommen. In den erſten Jahren dieſes Jahrhunderts, als Rom unter dem Papſtthume des ſechſten und ſiebenten Pins durch den Fall und die Gefangenſchaft ſeiner Päpſte und durch die Vernichtung des heiligen Stuhls ſo empfindlich gedemüthigt war, hatte Panfilio ſich in die Diplomatie geflüchtet, um mit dem einen Fuße auf römiſchem, mit dem andern auf fremdem Bereiche zu ſtehen. Damals war er für die Herren Roms, die Franzoſen, leidenſchaftlich eingenommen, und gab ihnen unzählige Beweiſe ſeiner Treue und Anhänglichkeit. Er wurde bei allen Unterhandlungen mit Frankreich zur Wiedereinſetzung der katholiſchen Religion gebraucht und zog mehr als einmal ſich die Gewogenheit des Papſtes und Napoleons zu.
Als ſpätere Ereigniſſe Pius VII. nach Rom zurückführ⸗ ten, wurde Panfilio, der ſich das Vertrauen dieſes Papſtes erworben hatte, der mittelbare Rathgeber jener Maßregeln, mit denen der Papſt gegen ſeine eigenen Handlungen pro⸗ teſtitte, und die der Welt das Aergerniß gaben, daß der Papſt ſelbſt ſeine Fehlbarkeit an den Tag legte. Er war der Vertraute der beiden Kardinäle, welche jenem Papſte die Desavouirungs⸗Akte des Konkordats diktirten, von dem er in ſeinem Briefe an Napoleon vom 24. März 1813 ſagte: „Der Geiſt der Finſterniß, Satan, hat mir alle Artikel dieſes Konkordats eingeflüſtert...“ Er war desgleichen der heim⸗


