Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Was ich thun werde, weiß ich noch nicht genau, ſchloß er endlich traurig und ſichtlich erſchöpft.Es iſt mir eine Genugthuung, daß Gabriele die erſte, alſo nach un⸗ ſern Geſetzen die rechtmäßige Frau des Niederträchtigen iſt.

Was würde uns das in den Augen des Publikums nützen, warf Frau Kaiſerling ein. Gabriele, zuſam⸗ mengeſunken unter der Laſt dieſer neuen Erfahrung, die endlich ihrem Gemüthe was Stahl und Eiſen beimiſchte,

hob ſchnell den Kopf empor.

Habe ich nicht einen Sohn, deſſen Recht auf den Namen zu vertreten iſt? fragte ſie ernſt.Ich wünſche, mein Vater, ich verlange ſogar, daß Du gerichtlich entſchei⸗ den läſſeſt, wer von uns beiden Frauen den Namen einer Frau von Kotſchinski zu führen berechtigt iſt. Die Augen des Publikums dringen in alle Geheimniſſe. Wollten wir jetzt den Schleier des Geheimniſſes nicht lüften, ſo würde man an unſerm Rechte zu zweifeln Urſache haben. Ent⸗ larven wir alſo den frechen Heuchler, den abſcheulichen Lüg⸗ ner, der mein Leben vergiftet und meines Sohnes Zukunft gefährdet hat. Sein eigener Sohn hat uns die Beweiſe ſeiner Identität in die Hände geliefert, ſehen wir da⸗ rin Gottes Gericht!

Sie erhob ſich, um das Zimmer zu verlaſſen und in der Einſamkeit Alles das nun auf ewig zu begraben, was in ihr gelebt hatte.

1858, XI. Vorwärts! II. 2