Geſichte, während Kaiſerling fortfuhr, allerlei Neckereien auszukramen.
„Siehſt Du, Vetter! Man kann Vogler heißen und doch Kaiſerling'ſche Streiche machen,“ lachte er zuletzt, in⸗ dem er Anſtalten traf, fortzugehen.„Ich habe von An⸗ fang an weder zu der Stephan Kühneſchen Angelegenheit Fiducit gehabt, noch zu der Rentelow'ſchen Waſſerbauerei. — Haſt Dein Geld in die Elbe geworfen.“—
„Wie ſo?“ fragte Vogler, wieder aus ſeinem Nach⸗ ſinnen emporfahrend.
„Nun, ich habe mir ſagen laſſen, die alten Sand⸗ bänke am Ochſenwerder ſteckten ſchon wieder ganz naſeweis die breiten Rücken heraus.“—
„Dies Mal fehlgeſchoſſen, Vetter Kaiſerling.“ Er deutete auf das Blatt, worauf er geſchrieben hatte, als er von dem Aldermann geſtört worden war.„Ich bin dabei, nach dem Beſchluſſe des Magiſtratscollegiums, dem Bau⸗ meiſter Rentelow eine ganz beſondere Belobigung nebſt einer Gratification von acht Friedrichsd'or zuzufertigen.“
„Was— und ich weiß nichts davon?“ fuhr Kaiſer⸗ ling au.
„Warum haſt Du die heutige Sitzung geſchwänzt,“ entgegnete Vogler.
Kaiſerling fuhr ſich ärgerlich mit beiden Händen nach der Stirn. Er hatte es über ſeine häuslichen Ange⸗
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