Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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dem Edelmanne, der regungslos, blaß vor Wuth und Schrecken, über die improviſirte Beweisaufnahme daſtand und ſprach höhnend:Haben der Herr Sohn noch Luſt zu läugnen?

Die Antwort wurde Kotſchinski erſpart, denn eine Dame, herbeigelockt von dem ungebührlichen Spectakel, trat raſch in's Zimmer und rief herriſch:Mon dieu was hat der Lärm zu bedeuten? r.

Kaiſerling, durch ihren Anblick ſchnell beſänftigt und in die Schranken der Courtoiſie zurückgeleitet, ſchritt ihr mit großer Artigkeit entgegen und entſchuldigte ſich wegen des Lärmes, den er verurſacht hatte.

Die Dame ſah auffordernd zu dem Herrn von Kot⸗ ſchinski hin, ohne den Redensarten des Aldermannes die geringſte Aufmerkſamkeit zu widmen.

Es war eine impoſante Erſcheinung, eine junoniſche Geſtalt, mit einem wahren Herrſcheranſtande, aber von ſo entſchieden häßlichem Geſichte, daß Kaiſerling ganz be⸗ troffen zurückfuhr. Ein reicher Anzug hob die Geſtalt dem Geſichte jedoch half ſelbſt die dick aufgetragene Schminke nichts. Die Naſe, von mehr als gewöhnlicher Größe, ſenkte ſich in höchſt unangenehmer Beugung auf einen koloſſal breiten und großen Mund, den vier mächtige Vorderzähne zierten. Die Stirn war männlich breit und die Augen lagen wie zwei rollende Kugeln in ihren Höhlen. Ihre