Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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ſterben müſſen. Nur das Gedächtniß des Herrn Sohnes ſcheint gelitten zu haben, daß Sie mich, den gütigen Vater Ihrer armen Frau, ganz vergeſſen haben.

Hört man nun endlich auf mit dem Unſinn, brauſte der Edelmann auf,oder ſoll ich mir Ruhe ſchaffen. Für wen hält man mich? Man ſpreche gerade heraus und laſſe die albernen Witze. Ich will wiſſen, für wen man mich hält? 8

Kaiſerling fühlte ſeine Galle ſteigen. Er hatte es ſich aber ſelbſt heilig gelobt, mit Ruhe und Beſonnenheit zu handeln, deshalb zügelte er ſeine Wallung und entgegnete mit unverändertem Tone:

Wofür ich den gnädigen Herrn halte? Für den Gatten meiner Tochter Gabriele für den Vater meines Enkels Alexander von Kotſchinski wagt der gnädige Herr das abzuläugnen?

Kotſchinski lachte laut auf und ſchlug mit der Fauſt auf den Tiſch.

Man muß aus dem Irrenhauſe entſprungen ſein, um ſolche Behauptungen aufzuſtellen! Ich kenne keine Gabriele ich kenne keinen Sohn, der Alexander von Kotſchinski zu heißen berechtigt wäre

Nicht? fragte Kaiſerling ihn unterbrechend. Sein Auge flammte, während ſeine Stimme ganz ruhig blieb. Wär's möglich, daß ich irrte? Und Hochdero Name?