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immer näher und ſie legte ſegnend die Hand auf das Haupt ihres Sohnes, der ſie aus den Fallſtricken errettete, welche die Argliſt Kotſchinski's um ihr Herz von Neuem zu legen verſuchte.
Sie fand eine wunderbare Fügung Gottes in dem Erwachen ihres Kindes, eine ſchaurige Verkettung der Verhältniſſe, daß der Knabe, im ritterlichen Kindesmuth, ſeine Mutter zu beſchützen, den eignen Vater von der Schwelle vertreibt, die er zu entweihen gekommen war. Der Sohn hatte Hand an ſeinen Vater gelegt, er hatte ihn gewaltſam von der Mutter geriſſen— Gabriele be⸗ trachtete die kleine entſchloſſene Hand, die er noch jetzt wie zornmüthig geballt hielt. Der Knopf, den er abgeriſſen zu haben ſich gerühmt hatte, blitzte ihr aus der geſchloſſe⸗ nen Hand entgegen. Vorſichtig löſte ſie die Finger, um ihn wegzunehmen und dadurch jede Erinnerung in dem Kinde zu verlöſchen. Es war ein kleiner, goldner Knopf, wie er zur Verzierung der Achſelklappen auf Uniformen benutzt wurde. Ein Emblem, fein und ſchön ausgeprägt, zierte die Oberfläche, der Henkel des Knopfes fehlte. Wahrſcheinlich war dieſer auf der Stelle ſitzen geblieben, wo er angenäht geweſen und nur die obere Kapſel hatte ſich bei der gewaltſamen Berührung des Kindes abgeſtreift.
Gahbriele übergab dies Corpus delicti ihrem Vater. Nicht in einer beſtimmten Abſicht, aber doch in dem dunkeln


