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worten vermochte ſie nicht, weil die hervorquellenden Thränen ſie hinderten.
„Arme Gabriele! Arme kleine Frau!“ flüſterte Frau Suſanne.„Und um dieſen elenden Menſchen trauert ſie noch? Vier Jahre um einen Spieler.— Gottlob, daß ihm unſer Herr Sara nicht gegeben hat!“—
„Gabriele weiß nichts von meinen eingeholten Nach⸗ richten,“ warf Frau Kaiſerling ſchnell ein.„Auch bin ich nicht ganz ſicher, ob der Herr von Kotſchinski, der unſer Schwiegerſohn war, derſelbe Mann geweſen iſt, welcher vor ſechs bis acht Jahren den Schwager des Doctor Weinheim gänzlich ruinirt und zum Bettler gemacht hat. Es kann Rancume vom Doctor ſein, daß er es jetzt, nachdem er ſich einen Korb von Gabrielen geholt hat, behauptet.“
„Das iſt nicht edel gehandelt vom Doctor,“ ſprach Frau Vogler entrüſtet. Laßt die Todten ruhen! lehrt unſere chriſtliche Religion.“
„O, der Doctor meint,“ ſagte Frau Kaiſerling zö⸗ gernd und eine leichte Bläſſe überlief ihr blühendes Ge⸗
ſicht—„der Doctor meint, Herr von Kotſchinski ſei nicht todt!“—
Frau Vogler ließ im Anfalle übermäßiger Ver⸗
wunderung beide Hände machtlos in den Schooß fallen.


