Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Könnteſt Du nicht durch Editha etwas darüber zu erforſchen ſuchen? ſprach Frau Suſanne kleinlaut.

Wozu? fragte Frau Kaiſerling mit leiſem Spott. Sara wird Dir am beſten Auskunft geben können frage ſie. Hat ſie ein Geheimniß, ſo deckt ſie es gewiß nach der erſten Frage vor Dir auf. Oder trag' es Deinem Manne auf.

Ich bitte Dich rief Frau Suſanne.Der Herr würde mit ſeinem Donnerwetter Alles verderben! Frau Kaiſerling lachte, legte ihren Arm um Frau Suſannens Schultern und rief:

Hier wie dort und dort wie hier! Ich rathe Dir, als kluge Mutter zu ſchweigen und die Geſchichte ſich hiſtoriſch entwickeln zu laſſen!

Aber warnen könnteſt Du meine Sara! Unſer Herr giebt niemals im Leben ſeine Einwilligung zu dieſer Verheirathung, betheuerte Frau Suſanne.

Wenn ſich eine günſtige Gelegenheit bietet, ſo werde ich Deine Bitte erfüllen. Dafür nehme ich Dein Ver⸗ ſprechen, gelegentlich mit Gabriele zu reden, in Anſpruch!

Frau Suſanne verſprach es willfährig. Frau Kaiſer⸗ ling drehte ſich ganz zu ihrer Nachbarin herum, ſah ihr lächelnd eine Zeitlang ſtumm in's Geſicht und ſprach dann

mit herzlicher Güte: Wir ſind Thörinnen geweſen, liebes Suschen, daß