Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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mit Blut übergoſſen haben, als der Rath Rentelow unter⸗ weges erklärte, wenn die Anſicht des Oberbaurathes durch⸗ ginge, ſo bliebe ſein Sohn hier, um den Durchſtich des Ochſenwerders zu leiten. Sag' es mir Sara, iſt er Dein Verlobter? Sara antwortete nicht, ſondern blickte über die etwas kleinere Gefährtin hinweg, ſinnend in's Gebüſch hinein. 1

Editha, nach ihrer flatterhaft kindlichen Weiſe nahm dies Schweigen als vollgültige Antwort und examinirte lebhaft weiter.

Haſt Du ihn denn früher gekannt? Haſt Du ihn ſchon geſehen, ſeit er wieder hier iſt? Wie ſieht er aus? Gleicht er ſeinem Vater ſchminkt er ſich, wie dieſer? Oder iſt er hübſch und jung?

Sara lächelte gütig. Ihrem ernſten Geſichte ſtand ſolch' Lächeln reizend.Kleiner Irrwiſch, was frägſt Du Alles, ſprach ſie.Freilich habe ich ihn gekannt, auch Gabriele, Deine Schweſter, hat ihn gekannt. Wir drei haben zuſammen geſpielt in Großvater Vogler's Garten, der mit dem Hauſe ſeines Vaters in der neuen Kloſter⸗ ſtraße hinten zuſammenſtieß.

Gabriele, meine Schweſter Gabriele kennt ihn auch,

dieſen Tauſendkünſtler? fragte Editha erſtaunt.Warum habt Ihr mir denn nie etwas von ihm erzählt? Das finde ich ſonderbar!