Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Buſentücher ein Zeichen waren, daß ſie der Frivolität des Zeitalters noch nicht huldigten, ſondern mit allen Kräften gegen den Einfluß der überrheiniſchen Moden ankämpften, die thurmhohe Kopfverzierungen, nackte Arme und enthüllte Schultern als ein Mittel, irdiſche Seligkeit zu erlangen, anprieſen.

Etwas weniger ſteif bürgerlich, aber dennoch höchſt decent und ſittig, zeigten ſich dann zwei junge reizende Mädchengeſtalten, die lachend und behende alle die Schwie⸗ rigkeiten überwanden, welche das Ausſteigen aus dem Wagen bot, und mit einem zierlichen Sprunge jeder Hülfe⸗ leiſtung des alten Regierungsrathes ein Ende machten.

Es waren zwei Roſen verſchiedener Gattung, die beiden Mädchen. Doch ehe wir dazu ſchreiten, ſie dem geneigten Leſer in ihrer ganzen Glorie zu präſentiren, müſſen wir ihm eröffnen, daß die beiden ältern Damen, die galant vom Regierungsrath am rechten und linken Arme geführt, nach einem hübſchen von blühenden Sträu⸗ chern umhegten Platze ſich begaben, die Gattinnen des Aldermann Kaiſerling und des Kauf⸗, Brau⸗ und Raths⸗ herrn Vogler ſind. Ihre nähere Bekanntſchaft ſteht uns noch bevor, alſo laſſen wir ſie ohne weitere Charakteriſtik ziehen und ſehen uns nach den hübſchen Mädchen um, in der feſten Vorausſetzung, daß wir dem Leſer damit den größten Gefallen erweiſen. 1

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