ſei. Sein ferneres Leben mag ihm zum Ruhme ge⸗ reicht haben, zur Ehre führte es ihn nicht.
Erſt zwei Jahre nach den geſchilderten Ereigniſſen wurde Antonie van der Bruik des Herrn Reinhold von Leſſel Gemahlin. Wenige Jahre ſpäter ſehen wir ihn als Miniſter ſeines Vaterlandes. Seine Gemahlin wurde ihrer Liebenswürdigkeit wegen verehrt und ge⸗ liebt vom Fürſtenhauſe ſowohl als von allen, die ihr nahe traten.
Wie Reinhold von Stufe zu Stufe geſtiegen iſt, durch welche Mittel er ſeinen Zweck erreicht hat, ob immer auf würdige Weiſe gehoben und getragen, bis er am Ziele war, wir können es nicht verrathen, denn Reinhold von Leſſel hielt feſt an dem Grundſatze, daß ein Staatsmann niemals einen Vertrauten haben dürfe, wenn er ſeine errungene Stellung würdig behaupten wolle.
Graf Askan zog ſich hingegen aus ſeinen Welt⸗ verhältniſſen zurück, ſoweit es ſich mit den Verpflich⸗ tungen ſeines Standes vertrug. Er verließ ſeine Be⸗ ſitzungen nur, wenn ihn ſeine Pflicht in die Kammern rief. Dann begleitete ihn ſeine ganze Familie, ſein geliebtes Weib und ſeine Kinder, um dieſe Pflichtreiſe weniger opfervoll für ihn werden zu laſſen. Er erntete
in ſeiner politiſchen Laufbahn die Achtung und Ehre, Fritze, Schloß Bärenberg. III. 16


