Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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ängſtliche Sehnſucht, ſich ihrer Liebe zu verſichern, und hielt ſelbſt ſeine Blicke in Schranken, um ihre Um⸗ gebung in Ungewißheit zu erhalten. Es kamen zwar Stunden, wo er, ungeachtet ſeiner begründeten Hoff⸗ nungen, von der Furcht einer Täuſchung gepeinigt wurde, wo die ſchlimmſte Gewißheit ihm lieber geweſen wäre als die Schwankungen zwiſchen Seligkeit und Zweifel, aber er blieb feſt in ſeinem Entſchluß.

Allmälig, nur ganz allmälig kam Dora Bella zur Erkenntniß ihres Herzenszuſtandes. Die ſtille Liebe reifte endlich ihr Gemüth, wie früherhin die einſame Beſchäftigung ihren Geiſt gereift hatte.

Danach trat die Zeit ein, welche durch geheimniß⸗ volle Zeichen das Einverſtändniß ihrer Herzen verkün⸗ dete. Der Blick ſuchte den Blick, das Lächeln begeg⸗ nete dem Lächeln. Ihre Vergnügungen trafen ſym⸗ pathetiſch zuſammen und ihre Freuden verſchmolzen in einander. Ohne romantiſche Beimiſchungen entwickelte ſich ihr Verhältniß und glich doch in ſeiner Entfaltung ſo ganz dem Weſen der Romantik. Graf Askan war der Cavalier ſeiner Dame, dem ſie in der Anmuth und Liebenswürdigkeit ihrer wahrhaft kindlichen Un⸗ ſchuld tauſend verrätheriſche Beweiſe von Zärtlichkeit und Liebe gab. Graf Askan war ihr Rathgeber, ihr Begleiter und tauſchte bei dieſer Rolle ſehr viel von