„Meine Antwort kann ich Ihnen ſogleich in Ge⸗ genwart meines Jugendgeſpielen mittheilen“, ſprach Askan freimüthig.„Das iſt eben der Sieg, welchen ich über meine fehlerhafte Gemüthsverfaſſung errungen habe. Reinhold mag es wiſſen, daß ich Dora Bella allerdings nicht mit Gleichgültigkeit betrachte, daß ich ihr Vertrauen durch mein Benehmen gegen ſie ver⸗ wirkte, daß ich ſelber ein Opfer meiner Fehler ge⸗ worden bin und nicht die Kraft beſaß, meinen Stolz vor dieſem kindlichen Weſen zu beugen. Wer Ihnen, Herr Hofmarſchall, den Weg angedeutet hat, der mich aus meinem ſelbſtverſchuldeten Leide rettete, dem danke ich ewig! Ich ahne es, daß Fräulein van der Bruik der gute Engel war, der Ihre Augen öffnete. In meinem Namen mögen Sie ihr danken, denn ich ſelbſt möchte über nichts reden, was noch in ſchwerer, trüber Dunkelheit um mich ſchwebt.“
„Den Dank Antonien zu überbringen, geſtatten Sie mir, Herr Hofmarſchall“, warf Reinhold ein.„Wenn mein Brief Dir genützt hat, Graf Askan, ſo gebührt der Dame doppelt Dank; auch dieſen Brief hat ſie veranlaßt!“
„Auch dieſer Brief hat mir genützt! Das erſte ſchwere Unrecht von meiner Seite iſt nun ſchon ge⸗ ſühnt, mein guter Wille wird mir weiter helfen.“
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