das Vergnügen einer jungen Dame ſtören, die ſich in dem romantiſchen Spielwerk wohlgefällt? Laſſen Sie Dora Bella die alte Burg kaufen und nach Gefallen wiederherſtellen!“
„Ein koſtſpieliges Spielwerk“, warf der Hofmarſchall ärgerlich ein.„Es iſt nichts als eine Kinderthorheit, die ganz unnöthig erſcheint, wenn Sie nicht in die Abtretung des Schloſſes Bärenberg willigen wollen.“
„Es gibt weiſere Leute, die an ſolchem alten Mauer⸗ werk Gefallen finden und anſehnliche Summen daran verſchwenden, die ſie nothwendiger gebrauchen könnten. Hier wird der Ankauf aus dem Ueberfluß beſchafft; warum wollen wir dagegen wirken? Außerdem be⸗ ſteht aber für mich eine beſondere perſönliche Ver⸗ pflichtung, die Wünſche zu befürworten, die Dora Bella hegen ſollte. Du erinnerſt Dich der feierlichen, etwas ſentimentalen Scene, die wir mit dem Grafen Harald hatten“, wendete er ſich an Reinhold, welcher bis dahin nur einen ſtummen Zuhörer abgegeben hatte.„Du erinnerſt Dich, daß mich Graf Harald für das Glück ſeiner Tochter gleichſam verantwortlich machte, wenn irgend etwas ihren Wünſchen hinderlich in den Weg treten ſollte?“
„Genau erinnere ich mich des ganzen Auftritts“, antwortete Reinhold.


