Teil eines Werkes 
2. Band (1867)
Entstehung
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ein Geſpräch, welches ihm gezeigt hatte, wie nahe er am Abhange eines Weges gewandelt, der ſeine innere Selbſtſtändigkeit gewaltig bedroht hätte. Er mußte von Glück ſagen, den Kopf aus der Schlinge befreit zu haben, die ihn unſtreitig in fatale Beziehungen zu einem Manne gebracht, der geſonnen war, nichts um⸗ ſonſt zu thun.

Reinhold hatte bis dahin grundſätzlich nie einen Vertrauten gehabt, er hegte ſogar die Anſicht, daß der⸗ jenige, welcher ſeine Vorſätze und Pläne mittheile, ſich einer Schwäche ſchuldig mache, und dennoch wäre er vielleicht hier der mächtigen Verſuchung erlegen, Hand in Hand mit einem Andern zu handeln, wenn der Inſpector nicht ſelbſt die Falle bloßgelegt hätte, worin er gefangen werden ſollte. Mit ſeiner Erkenntniß kam auch ſeine Kaltblütigkeit wieder und er hielt es für weiſe, lieber die Freundſchaft des Inſpectors zu ver⸗ ſcherzen, als ſich in Zwieſpalt mit Graf Askan zu bringen.

Ihm blieben Mittel und Wege offen, das angedeu⸗ tete Ziel insgeheim zu verfolgen. Um ſich indeß vor Argwohn zu ſchützen, dichtete er ſich ſelbſt eine Leiden⸗ ſchaft für diejenige Dame an, die ſtets in Dora Bella's Nähe zu finden war. Nachdem er ſeine Ehre ſo weit wieder ſicher ge⸗