Teil eines Werkes 
2. Band (1867)
Entstehung
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ihrem Gange und ſie ſchritt an ſeiner Seite unter dem Schatten der köſtlichen Orangerie dahin, etwas weniger ſicher als ſonſt in ihrem Weſen.

Das Ereigniß des Tages mußte zuerſt zum Thema der Unterhaltung dienen, die von beiden Seiten nicht mit der gewohnten Ruhe geführt wurde. Antonie fand die Unterredung mit dem Cavalier unpaſſend und un⸗ bequem. Sie antwortete kurz und zerſtreut, ſie ant⸗ wortete auch ohne Ueberlegung.

Unter dieſen Umſtänden wurde es denn Reinhold nicht ſchwer, den Verlauf der kleinen Scene zwiſchen dem Förſter Horink und der Comteſſe herauszulocken und daraus den Schluß zu ziehen, daß Dora Bella mit gereiftem Verſtande ihre Lage überſchaue und Herrin ihres Geſchickes bleiben wolle. Ihn beruhigte Antoniens Andeutung, daß Dora Bella dem Inſpector nicht traue. Alſo dieſem galt die beleidigende Maß⸗ regel? Wohl nicht ganz! Antonie warf ein Streif⸗ licht über Dora Bella's innere Verbitterung und ließ merken, daß man gut thun würde, ſich auf große Ueberraſchungen gefaßt zu machen. Eilig entſchlüpfte

ſie ihm dann nach dieſer Mittheilung. Reinhold über⸗ legte nicht lange. Er durchſchritt die Colonnaden und verließ das Schloß vom Hofe aus, um nach dem Hauſe des Inſpectors zu gehen.